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Social Media und Political Branding

Welche Social Media Plattform ist für mich als Politiker die richtig? Wie stelle ich mein Profil richtig ein und auf was muss ich bei der politischen Kommunikation auf Social Media achten? Diese Fragen sollte man sich als Politiker oder Partei besser nicht am Tag vor der Wahl stellen. Denn ein kurzfristiger Social Media Auftritt ohne Strategie wird wirkungslos bleiben und schlimmstenfalls schief gehen, weil man nicht weiß, wie das jeweilige Netzwerk funktioniert.





Social Media Profile sind der erste Eindruck - und der zählt nunmal


Für Politiker erfüllen ihre Social Media Profile wichtige Funktionen: Zum einen hilft der Austausch über die Plattformen, die Distanz zwischen Politikern und Bürgern zu verringern und so das politische Interesse zu steigern. Des Weiteren dienen die sozialen Netzwerke als Austauschplattform, die eine für alle zugängliche, öffentliche Diskussion ermöglichen. Weitere Vorteile von Social Media in der Politik findest du hier.


Und der erste Kontakt, den Nutzer auf Social Media mit einem Politiker haben, ist dessen Social Media Profil. Bereits nach wenigen Sekunden, machen sich Profilbesucher ein Bild der Partei oder des Politikers. Farben, Profilbild, Name, Verlinkungen, Bilder, Grafiken und vieles mehr tragen dazu bei, dass das Image eines Politikers als modern wahrgenommen wird. Wer sein Profil aber nicht richtig einstellt, kann schnell unprofessionell und verstaubt rüber kommen.

Auf diese 5 Dinge solltest du bei deinen Profileinstellungen achten:


1) Profilbild: Hier ist die Frage ob es ein persönliches Foto sein soll, oder lieber das Partei Logo. Die Antwort ist klar: Accounts die sich auf eine Persönlichkeit beziehen, sollten auf ein persönliches Profilbild setzen. Parteien oder Verbände, hinter denen eine Gruppe von menschen steckt, können das Logo wählen.

2) Verlinkungen: Wenn dich andere Personen in Beiträgen verlinken, können Profilbesucher das z.B. auf Instagram in deinem Profil sehen. Achte darauf, dass du nur auf Beiträgen verlinkt bist, die deine Werte, Forderungen, Einstellungen etc. wiederspiegeln.


3) Emojis: Mit geschickt gewählten Emojis in deiner Profilbeschreibung, kannst du Emotionen, Einstellungen und deine Parteifarben geschickt positionieren. Norbert Roettgen zum Beispiel nutzt Emojis in der Bio und schafft Gemeinsamkeiten zu den Bürgern in dem er sich als Kaffeeliebhaber identifiziert (siehe Bild). Tipp: Beschränke dich auf 10 Emojis, die zu deiner Partei, deiner Persönlichkeit, deinem Image passen. Diese kannst du in einem Dokument festhalten.

Norbert Roettgen nutzt Emojis in seiner Instagram Bio

4) Farben: Social Media bietet viel Raum für Design und Kreativität. Achte darauf, dass du maximal 3 Farben verwendest. Egal ob in der Story, den Highlights oder deinen Beiträgen. Das verschafft deinen Inhalten einen Wiedererkennungswert.


5) Beschreibung: Deine Profilbeschreibung sollte so definiert sein, dass sich deine Zielgruppe direkt angesprochen fühlt. Und dass Nutzer, die dich noch nicht kennen, innerhalb weniger Sekunden verstehen, worum es auf deinem Profil geht.


Politische Social Media Accounts, die auf diese 5 Punkte achten, haben schon einmal den Grundstein für eine erfolgreiche Social Media Präsenz gelegt. Wichtig ist noch, dass das Profil zusammen mit den Social Media Postings inhaltlich und visuell die Werte des Politikers widerspiegelt.


Und hier kommt Social Media Branding ins Spiel. Social Media Branding ermöglicht es dir, Ordnung in das ganze Durcheinander zu bringen, damit du deiner Zielgruppe auffällst.


Social Media Branding als Instrument im politischen Wettbewerb


Der Deutsche Marketing Verband liefert 2017 in einer Studie zehn Handlungsempfehlungen, mit denen sich Wahlkämpfe optimieren lassen. Eine davon ist, dass heute der Kandidat zur Marke wird. Früher hingegen wurde Vertrauen und Orientierung von der Partei gegeben. Jetzt repräsentiert der Kandidat das Image der Partei. Und somit ist es auch auf Social Media wichtig, dass Politiker sich selbst als Marke verstehen.


Was Political Branding an Reichweite, Aufmerksamkeit und Loyalisierung erzielen kann, haben wir vor allem in den USA in der Vergangenheit oftmals gesehen.


Branding – nicht nur Partei sein, sondern auch eine Marke!


Parteien sollten sich selbst und ihre Kandidaten als Marken verstehen. Das Herunterrattern von politischen Inhalten und Positionen wirkt der Attraktivität eher entgegen. Mit fundierten Aussagen und klarem Profil werden die Partei und der Kandidat zu einer bekannten und anerkannten Marke gemacht. Über klares Markenbranding werden die Werte, Einstellungen, Visionen von politischen Akteueren in das Gehirn der Bürger und Bürgerinnen eingebrannt. Dies setzt eine klare Argumentation und Kommunikationslinie voraus. Wie sollen die Wählerinnen und Wähler den Kandidaten erleben und einschätzen? Welches Image soll er nach außen präsentieren? Christian Lindner zeigt sich auf seinem Instagram Account gezielt modern und spricht durch seine Wortwahl die jungen Generationen an. (siehe Bild)


Diese 5 Dinge sollten beim politischen Social Media Branding beachtet werden :


Christian Lindner zeigt sich modern und jugendlich


  1. Social Media Branding auf allen Plattformen einheitlich halten

  2. Konsistente Farben und Schriften

  3. Einheitliche Wortwahl und Kommunikation

  4. Gemeinsamkeiten mit der Zielgruppe kommunizieren

  5. Persönlichkeit zeigen


Politiker und Parteien können Social Media und Political Branding nutzen, um dort die klassischen Ziele der Öffentlichkeitsarbeit zu verfolgen – also um die Bekanntheit zu steigern und ein bestimmtes Image zu erzeugen. Wer seine Social Media Profile richtig Eingestellt hat und sich Gedanken zu seinem Branding macht, der ist auf jeden Fall auf dem richtigen Weg!



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